Der Roboter THERY mit der Anwendung UAG begleitet Gangtraining an Unterarmgehstützen

 

Einsatzmöglichkeiten von THERY UAG

Die Software Applikation THERY UAG unterstützt in der Therapie bei Störungen des Ganges und der Mobilität nach orthopädisch-chirurgischen Eingriffen der unteren Extremitäten, wie beispielsweise:

  • Hüft-TEP, Knie-TEP, Femur-Frakturen etc.
  • Korrektur-Osteotomien
  • Knorpelläsionen, Verletzungen des Muskel-Band-Apparates etc.

 

Vorteile:

  • Verbindlichkeit durch feste Termine für das Eigentraining mit dem Roboter
  • Korrekturempfehlungen während des Eigentrainings
  • Schnelle Amortisation bereits ab ca. 2 Stunden Roboter‑Training pro Tag
  • In einer Studie mit unserem Prototypen konnte folgendes gezeigt werden:
    - die Verbesserung der Gehgeschwindigkeit*
    - 93% der Probanden nach Hüft-OP würden das Robotertraining ihren Freunden und Verwandten weiterempfehlen.**
    - Alle Patienten wären nach der Trainingserfahrung mit dem Roboter in der Klinik bereit, ein solches Training in der Anschlussbehandlung einer Reha        fortzuführen.**

    Quellen: * “Mobile Robot-Based Gait Training after Total Hip Arthroplasty (THA) Improves Walking in Biomechanical Gait Analysis” DOI:10.3390/jcm10112416, Mai 2021Journal of Clinical Medicine ** Meyer, S., Fricke, C., Robotisches Gangtraining bei Hüft-OPs in den Waldkliniken Eisenberg, SIBIS Institut für Sozial- und Technikforschung GmbH, Berlin, 2019

Ablauf des Gangtrainings an Unterarmstützen mit THERY UAG

  • Farb- und Tiefenkamera erfasst den Gangablauf der Patienten mit 30 Bildern/Sekunde
  • Erzeugung eines Skelettmodells des Patienten mit insgesamt 32 Gelenk- und Stützenpunkten
  • Untersuchung von 18 verschiedenen Gangparametern wie beispielsweise Schrittlänge, Spurbreite, Oberkörperneigung, Gewichtsverlagerung
  • Ständige Analyse der Bewegungsabläufe beim Gangtraining an Unterarmstützen und Erkennung von Abweichungen vom gewünschten Bewegungsablauf
  • Ausgabe von Korrekturempfehlungen, deren Reihenfolge nach einer von physiotherapeutischen Experten festgelegten Priorisierung erfolgt

Vorbereitung aus Therapeutensicht

  • Anlegen eines Patienten im Therapiemanagementsystem und Zuweisung von Trainingsplänen, Trainingszeiten sowie eines RFID-Chips
  • Ausdruck der Trainingszeiten für die Patienten (optional)
  • Überreichung des Transponders und  Kurzanleitung zur Handhabung des Roboters der ausgedruckten Trainingszeiten an die Patienten

Vorbereitung aus Patientensicht

  • Sichtung der Kurz-Bedienungsanleitung
  • Sichtung der Online-Tutorials vor Trainingsbeginn auf dem Roboter
  • Patienten benötigen keine Einweisung in den Roboter durch das Personal

Trainingsbeginn

  • Anmeldung am Roboter mit individuellen RFID-Chip vor dem Training
  • Der Roboter merkt sich den Patienten auf Basis einer Fotoaufnahme

Trainingsverlauf

  • Der Patient folgt dem Roboter im Trainingsgang
  • Der Roboter passt sich der Gehgeschwindigkeit des Patienten an (bis zu 0,8 m/s)
  • Audio-visuelle Korrekturempfehlungen und positive Rückmeldungen erfolgen in Echtzeit

Trainingsende

  • Der Patient wird durch den Roboter zur Ausgangsposition zurückgeführt
  • Der Patient erhält eine Zusammenfassung der Trainingsergebnisse

Nach Abschluss (optional)

  • Nachverfolgung einzelner Trainingsergebnisse;
  • Download der Trainingsergebnisse und Hochladen ins KIS